Eine lockere Zusammenstellung von Begriffen aus dem virtuellen Alltag….

Dass zwischenmenschliche Kommunikation nicht immer einfach ist, wissen wir. Und das nicht erst seit den kommunikationspsychologischen Erkenntnissen von Friedemann Schulz von Thun, der mit seinen wunderbaren Büchern „Miteinander reden“ die Kunst der Kommunikation beschreibt. In seinem Modell des Kommunikationsquadrates einer Nachricht wird deutlich, wie schwierig kommunizieren sein kann. Eine Nachricht hat vier Ebenen! Sie enthält den Sachaspekt, eine Selbstoffenbarung, einen Appell und einen Beziehungsaspekt. Warum ich das benenne? Weil ich heute über ein Thema schreiben möchte, das weit über dieses schon ganz normal alltägliche Phänomen von Kommunikationshürden hinausgeht.  Wie kommunizieren wir heute im Zeitalter der Digitalisierung? Verstehen wir uns immer? Kommt nicht noch eine weitere Schwierigkeit hinzu?

1. Kommunikation im digitalen Alltag

2. Drei Generationen

3. Analog

4. Analog und Digital

5. Digital

6. Digitale ABC

7. Kontakt

1. Kommunikation im digitalen Alltag

Seit Mitte der 90er Jahre erleben wir die rasante Entwicklung technischer Errungenschaften im Zuge der Digitalisierung, die unser Leben immer einfacher UND komplizierter machen. Was auf der einen Seite für Erleichterung sorgt, bereitet auf der anderen Seite Schwierigkeiten. Zahlreiche Begriffe sind hinzugekommen, häufig nur in Englisch. Aber auch die Themen zu diesen Begriffen sind für viele ältere Menschen nicht mehr wirklich verständlich, da sie damit nicht aufgewachsen sind. Ein Konto, das normalerweise eines auf der Bank ist, ist nun auch das eines Benutzers, Users, im Internet. Es ist also nicht nur die Fremdsprache, es sind auch Themen, die zum Beispiel für Digital Natives – also unsere Kinder, die Mitte der 90er Jahre geboren wurden und im digitalen Zeitalter aufgewachsen sind, die für Missverständnisse sorgen können. Die jungen Menschen gehen nicht nur wie selbstverständlich mit der Bedienung technischer Geräte um, sie verstehen scheinbar blind die Sprache drum herum. 

Fragen formulieren, Antworten verstehen

Darüber hinaus ging es mir auch in vielen Telefonaten, bei Hilfestellungen von Agenturen, Gesprächen mit Telefonanbietern, bei Computerunterstützung, Softwarebeschreibungen oder beim Lesen von Handy-Gebrauchsanleitungen, Starten von neuen Programmen so, dass ich häufig mit meinem Gegenüber nicht wirklich auf einer Wellenlänge kommunizierte. Ich ertappte mich dabei, dass ich gar nicht wusste, wovon jetzt eigentlich gerade die Rede und was gemeint war. Wenn ich in meinen Fragen Begriffe benutzte, merkte ich, dass mein Gegenüber ganz woanders auf der Webseite unterwegs war. Welchen Browser haben Sie denn? Benutzername, Passwort, Kennwort, Username, QR-Code, Account, Server, URL, Cloud, Apps, Dashboard, Backend….. und und und. Je mehr wir uns in dieser Welt im digitalen Zeitalter bewegen, desto besser finden wir uns natürlich zurecht. Wir müssen es aber auch wollen. 

2. Drei Generationen

Ich habe mich jahrelang gesträubt und war überzeugt, dass ich diese soziale, digitale Medienwelt nicht brauche. Doch wie fatal, denn sie bringt ja unglaublich viele Erleichterungen und ist zudem die Welt, in der wir uns zurechtfinden müssen. Und trotzdem beobachte ich schon lange, dass es drei Arten von uns allen in diesen verschiedenen beiden Welten gibt: 

3. Analog in der Offline-Welt zu Hause

Diejenigen, die sich der Digitalisierung weiter verschließen und nichts damit zu tun haben wollen. Sie schwören auf persönliche Kontakte bei der Bank, geben ihre Überweisungen auf Papier ab, haben noch Faxgeräte, wollen keinen PC und kein Handy, schreiben auf Schreibmaschinen (Ja, das gibt es! Meine 90jährige Tante füllt auf einer wunderbaren alten Schreibmaschine ihre Überweisungsträger aus… ) oder per Hand und bestehen auf Post per Brief. Es gibt darunter natürlich auch andere Fälle: Eine liebe Nachbarin von mir hat sich mit 96 Jahren noch auf den Weg gemacht, und sich von ihren Enkelkindern Tablet und Smartphone erklären lassen. Sie war selig über die Kommunikationsmöglichkeiten, tauschte Nachrichten und Fotos über WhatsApp aus und war geradezu fasziniert von dieser technischen Revolution. 

4. Analog und Digital

Die zweite Gruppe sind solche wie Du und ich, so Mitte Vierzig bis Mitte Fünfzig, sechzig. Wir sind in der anderen analogen Welt groß geworden, haben uns mühsam in die neue digitale eingefunden und gehen mittlerweile zum Teil sehr gut mit technischen Neuerungen um. Wir haben uns auf dem Weg mit entwickelt, weiter gelernt und praktiziert – haben beide Welten kennengelernt, wie es ohne Computer war und wie es seit dem Aufkommen von PCs, Tablets, Handys und Smartphones ist. Somit kennen wir bestenfalls auch die Vor- und Nachteile beider Welten online und offline. 

5. Digital

Die dritte Gruppe ist die unserer Kinder, der Digital Natives. Sie wissen nicht mehr, wie es vorher war, können sich eine Welt ohne Computer und Smartphone nicht mehr vorstellen. Sie sind komplett digital aufgewachsen und in die Welt der Apps und Handys, bzw. Smartphones, hineingeboren. 

6. Das „Digitale ABC“

Für die erste und zweite Gruppe habe ich ein „Digitales ABC“ zusammengefasst, das ich gern kostenlos zur Verfügung stelle. Ich hätte mich vor zehn Jahren gefreut, hätte ich einfach einmal nachschauen können, welche „Vokabel“ gerade genutzt wird und was sie eigentlich bedeutet und welche Begriffe ich nehmen sollte, um verstanden zu werden. Natürlich finden sich dort Begriffe, die für viele mehr als klar sein werden. Aber es finden sich sicher auch einige, die nicht so eindeutig sind. Ich fände es schön, wenn dieses kleine ABC zum Verständnis untereinander und einer klareren Kommunikation miteinander beitragen kann. 

Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es ist natürlich kein Handbuch für Programmierer oder ITler 😉 Es ist ganz simpel eine Zusammenstellung von Begriffen, die wir alltäglich um uns herum hören, nutzen, nach denen wir gefragt werden oder die wir bei unseren Kindern mitbekommen. Vielleicht ist ja das ein oder andere dabei, das zu mehr Verständnis und vor allem zum Überwinden von möglichen Hürden beiträgt, sich an Kommunikationen zu beteiligen. 

7. Kontakt

Wer Interesse daran hat, schreibe mir doch gern kurz eine Mail übers Kontaktformular auf meiner Webseite https://www.content-crossmedial.de/kontakt/ und ich schicke Ihnen das „Digitale ABC“ postwendend zu.